21. Bauschadenstag 2019

Hochwasserschäden – analysieren, sanieren und vorbeugen

Die Statistiken von Rückversicherungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass in Deutschland Extremwettereignisse mit hohen, in kürzester Zeit anfallenden Niederschlagsmengen zunehmen. Von Hochwasser betroffen sind daher nicht mehr nur überwiegend die Anrainergemeinden der großen Flüsse und deren unmittelbaren Nebenflüsse bei Frühjahrshochwasser, sondern auch Gemeinden, in denen sich kleine Bäche und Flüsse ohne Vorwarnung in reißende, über die Ufer tretende Ströme verwandeln und Gebäude fluten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat außerdem gewarnt, weil viele Gemeinden zu wenig tun, um Hochwasserschäden vorzubeugen.

Hochwasserschäden weisen andere, spezifische Schadensbilder auf als Leitungswasserschäden oder Feuchtigkeitsschäden durch bauliche Mängel bzw. für die übliche Belastungssituation nicht angepasste Bauweisen. Gebäude werden durch Hochwasser kurzzeitig mit hohem Druck mit stark verschmutztem, teils kontaminiertem Wasser geflutet und Baustoffe, Bauteile und haustechnische Anlagen dabei geschädigt. Darauf sind die Trocknungs- und Sanierungskonzepte auszurichten.

Der 21. Bauschadenstag 2019 „Hochwasserschäden – analysieren, sanieren, vorbeugen“ nimmt sich dieser Problematik an. Experten für Hochwasserschäden zeigen konkret, wie ein Gebäude nach dieser Extremsituation wieder getrocknet werden kann und wie die Schäden saniert werden können, und zwar möglichst so, dass das Gebäude gegen künftige Hochwasserereignisse robuster wird und zukünftig entweder die Wassermassen draußen hält oder relativ einfach und mit geringeren Kosten wieder zu sanieren ist.

Erklärt wird darüber hinaus, wie man standort- und gebäudebezogen ermitteln kann, wie groß die Hochwassergefährdung für einzelne Gebäude überhaupt ist. Speziell eingegangen wird zudem darauf, wie man bei Trocknung und Sanierung mit durch das Hochwasser eingetragenen und freigesetzten Schadstoffen umgehen kann.

Der Bauschadenstag wendet sich daher an:

  • Bautrocknungs- und Sanierungsfirmen,
  • Holz- und Bautenschützer,
  • Maler und Stuckateure,
  • Inhaber und Führungskräfte im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe,
  • Gutachter und Sachverständige,
  • Sachverständige für die Immobilienbewertung,
  • Architekten und Bauingenieure,
  • Holzbau/Zimmerer – wegen Besonderheiten des Baustoffs bei Hochwasserschäden sowie
  • Mitarbeiter von Baubehörden und Immobilienverwaltungen.